Geboren am 3. 9. 1886 in Obervellach bei Hermagor als erstes
von 9 Kindern.
Nach der Grundschule Besuch der Fachschule für Holzindustrie
in Villach Tischlerei / Holz-Bildhauerei.
Von 1905 bis 1906 ging er auf die Walz, über diese Studienreise schrieb er ein ausführliches Tagebuch
(Herausgeber Helmuth
Hickmann. Max Domenig. Endlich ist der Tag gekommen. Tagebuch der
Studienreise.16 Seiten, mit Fotos. HAGEBOS. Adnet 2025.)
Stipendium für den Besuch
der Kunstgewerbeschule des K. u. K. Österr.
Museums für Kunst und Industrie, Fachklasse Bildhauerei
(Abschluss 1911).
Professoren:
Hermann Klotz,
Franz Barwig
d. Ältere und
Alfred Roller.
Nach dem Studium widmete sich Max Domenig ein Jahr lang im Wiener Münzamt
der Medailleurkunst.
Danach, von 1911 bis 1913, gemeinsames Atelier mit
Wolfgang Wallner im 3.
Bezirk in Wien. Wallner wurde 1912 nach Köln berufen, wo er an den "Kölner
Werkschulen" mit der Einrichtung einer Bildhauerklasse betraut wurde.
In diesen Jahren entsteht Kontakt mit
Richard Teschner.
Schnitzt für Teschners Puppentheater Figuren und den „Goldenen
Schrein“. Verbindung zur Wiener Werkstätte. Jugendstileinfluss.
Ab
1913 leitete er die
„Werkstätte für kirchliche Kunst und Kunstgewerbe“ des Bildhauers
Jakob Adlhart
d. Älteren in Hallein.
1915 bis 1918 war Max Domenig im Ersten Weltkrieg.
Über seinen Kriegsdienst schrieb er ein umfangreiches Kriegstagebuch.
(Herausgeber Helmuth Hickmann. Max Domenig. Tagebuch Erster Weltkrieg. 61 Seiten, mit Fotos. HAGEBOS. Adnet 2025.)
1919 Heirat mit Maria Leiseder und eigene Werkstätte in
Hallein (Riesenbauerngut an der Dürrnbergstraße).
Geburt von 3 Kindern. Es entstehen Bildhauerarbeiten - hauptsächlich
in Holz und Stein.
Als tiefgläubiger Mensch schuf
er vor allem „religiöse Kunst“, aber auch Porträts,
Tierplastiken, profane Figuren und Einrichtungsgegenstände.
Einberufung in den Zweiten Weltkrieg (1939 – 1944).
„Was seinem Wesen als Mensch entsprach, ist auch in seinem
Werk zu spüren: Wärme und Menschlichkeit.
Seine Kunst
ist nicht laut und spektakulär. Sie ist leise, fein und
nuancenreich, ...“ (Dr. Josef Brandauer, Katalog Max Domenig, Hallein 1986).
Max Domenig stirbt im Februar 1952 in Hallein.
Das unvollständige Werkverzeichnis umfasst 423 Arbeiten.
Wikipedia Artikel über Max Domenig
Krippe
Wikipedia Artikel über
Richard Teschner
Domenigs Kontakt mit Richard
und Emma Teschner.
18 Postkarten und 2 Briefe (ca. 1914 - 43)